Auch in
2006 fand eine "Kuhl-Blues-Night" statt, und zwar am 14.Oktober. Somit kann
man wohl von einer festen Institution in Friedberg sprechen. Diesmal hatten
wir übrigens einen absoluten Superstar in der Bluesszene verpflichten können
: Sherman Robertson . Als Vorgruppe hat die bekannte Frankfurter Band
"Matchbox-Bluesband" gespielt, unterstützt von MANFRED HÄDER.
Einen
Bericht und eine Bildergalerie zu dieser überaus gelungenen Veranstaltung
finden nachfolgend:
Exemplarisch 2 Presseartikel zu diesem außer gewöhnlichen Event:
Absolut
ungewöhnliche Location - außergewöhnlich gute Musik!
So kann man die rundum gelungene dritte "Kuhl Blues-Night" beschreiben.
Opel-Händler und begeisterter Bluesfreund Armin Kuhl hatte es mit der
"Matchbox-Blues-Band" featuring Manfred Häder sowie dem amerikanischen
Blues-Star Sherman Robertson einmal mehr geschafft, die Werkstatthalle
seines Betriebes in der Hauptstraße Richtung Ossenheim in einen "Bluesclub"
zu verwandeln. Die gut 500 Besucher waren von dem Abend restlos begeistert,
wurde ihnen doch eine Reise quer durch die verschiedenen Stilrichtungen des
Blues geboten.
Und dass hier
wirkliche Stars der Bluesszene vertreten waren, war auch daran zu erkennen,
dass einige Gäste von weit her anreisten, etwa aus Berlin, Stuttgart oder
Soltau in der Lüneburger Heide. Dem Ruf welcher der "Matchbox-BluesBand"
vorauseilt, wurden die vier Musiker samt, ihrem "Special Guest" Manfred
Häder vollauf gerecht, gehören sie doch zum Besten, was die europäische
Blues-Szene zu bieten hat. Nicht zuletzt sieht man dies auch daran, dass
Manfred Häder mit seiner "Band" die Juroren der Vereinigung des Preises der
deutschen Schallplattenkritik derart überzeugte, dass sie seine aktuelle
Platte als eine der künstlerisch herausragenden Neuveröffentlichungen des
Tonträgermarktes, im vergangenen Quartal auszeichneten.
Bei Opel-Kuhl bewies
Häder, dass er tatsächlich zu den fähigsten europäischen Bluesgitarristen
gehört, was sich in technisch sehr anspruchsvollen Soli widerspiegelte.
Zusammen mit der "Matchbox-Blues Band" um Sänger, Bluesharpspieler und
Gitarrist Klaus "Mojo" Kilian, Sänger und Gitarrist Bernd Simon, Drummer
Georg Viel sowie Heike Busche am Kontra- und E-Bass zogen die fünf Musiker
das Publikum in ihren Bann. Die Frankfurter Band hat sich ganz dem
traditionellen Blues verschrieben, weshalb hauptsächlich
Chicago-Blues-Stücke sowie R&B der 30er Jahren aufwärts zu hören waren. Auch
Klaus "Mojo" Kilian und Bernd,Simon, die zu zweit als die "Down Home
Pereolators" unterwegs sind, erhielten, wie Manfred Häder auch, dieses Jahr
den Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Bei so großer
Spielfreude und gutem Groove war es nur eine Frage der Zeit, bis der
berühmte Funke auf das begeisterte Publikum übersprang. Zum Abschluss kam
mit Dale King, einem alten Bekannten bei der Kuhl Blues-Night, zur Freude
des Publikums noch, ein weiterer "Special Guest" zu, der illustren Truppe
hinzu, der mit seinem ebenfalls virtuosen Bluesharpspiel begeisterte.
Der Höhepunkt des
Abends war zweifelsohne der Auftritt des amerikanischen Gitarristen Sherman
Robertson mit seiner Begleitband "Blues Move". Dem 1948 in Beaux Bridge
(Louisiana) geborenem und in Houston (Texas) aufgewachsenem Musiker eilen
viele Vorschusslorbeeren voraus, schließlich wird er derzeit als einer der
weltweit besten Bluesgitarristen und -sänger gehandelt. Zusammen mit den
Spitzenmusikern Mike Hellier an den Drums, Bugs Maloney am Bass sowie Julian
Grudgings am Keyboard bewies Robertson, dass er tatsächlich ein
außergewöhnlicher Musiker ist. Nicht umsonst. holte der berühmte Paul Simon
den begnadeten Gitarristen in sein Studio, um sein Album "Graceland"
einzuspielen.
In der Blues-Night
zeigte Robertson, dass er nicht nur den Blues aus New Orleans beherrscht,
sondern auch den Texas-Blues in seinem Repertoire hat, wobei sein virtuoses
Gitarrenspiel wesentlich härter wird. Mit seinem explosiven Gemisch aus
mächtigem, texanischem Gitarrenblues, einem Schuss Zydeco und Soul oder
Blues sowie ein wenig Funk zusammen mit seiner Vorliebe für eine rockige
Spielweise gilt Sherman Robertson als legitimer Nachfolger seines
texanischen Kollegen, dem großen Albert Collins.
Aber, auch die
Begleitband "Blues Move" braucht sich nicht hinter dem Frontmann zu
verstecken; hier sei der bestens abgestimmte, durchdringende Piano- und
Orgelsound von Julian Grudgings erwähnt. Das Publikum hatte Robertson von
Beginn seines Auftrittes an voll im Griff. Es wurde im Takt mitgeklatscht
oder andächtig zugehört. Sherman Robertson fühlte sich in der Werkstatthalle
von Opel Kuhl sichtlich wohl, was sicher an seiner Vergangenheit liegt,
gehörte, seinem Vater doch eine Autowerkstatt, in der der junge Robertson
aufgewachsen ist!. "That's the, highlight of, my tour", stellte Robertson
begeistert fest. Viele weitere Sympathien und Applaus erntete der Amerikaner
für seine Ausflüge ins Publikum sowie seine teils komödiantischen Einlagen
in Form frivoler Hüftbewegungen. Mit dem Verlauf des Abends zeigte sich
Veranstalter und begeisterter Blues-Fan Armin Kuhl hochzufrieden. Im dritten
Jahr macht er seine Werkstatt zum "Blues-Schuppen". Bedingt durch dieses
Ambiente sowie die zahlreichen Lichteffekte von DJ Bobby und die sehr gute
Sound-Aussteuerung von Sven Waldschmidt fühlten sich die Zuhörer versetzt in
einen. typischen, fast überfüllten, aber dennoch gemütlichen, verrauchten
Club in einer amerikanischen Kleinstadt. Unterstützt wurde Kuhl an diesem
Abend von den Handballern der SU Florstadt, die die Besucher mit allerlei
Leckereien versorgten. Für einen kurzzeitigen Schock sorgte Armin Kuhl
jedoch am Abend, als er ankündigte, dass dies die letzte Blues-Night gewesen
sei. Doch der Schock wich schnell großer Freude, denn aus der bisherigen
Abendveranstaltung mit zwei bis drei Bands wird im kommenden Jahr ein
richtiges "Kuhl Blues-Festival", bei dem mehrere Bands die Gelegenheit
bekommen sollen, sich vor solch einem dankbaren Publikum vorzustellen zu
können.
Nicht nur
eingefleischte Bluesfans gerieten nach der dritten Kuhl Blues-Night am
letzten Samstag in der Werkstatthalle des Autohauses Kuhl ins Schwärmen: "So
einen Musiker live zu erleben ist schon etwas ganz Besonderes, auch wenn ich
sonst mit Blues nicht viel anfangen kann", meinte ein Besucher, und so
dachten viele, die den Auftritt von Sherman Robertson, einem der derzeit
besten Bluesgitarristen, erlebt hatten. Das alles war ja diese Woche schon
ausführlich in der WZ zu lesen, doch Robertson entpuppte sich nicht nur als
geradezu genialer Musiker, der mit seinen Texten überwiegend Geschichten aus
seinem Leben erzählt. In diese Storys brachte er spontan das ein, was ihm
gerade so einfällt. So forderte er mit "Buy a car from this man" die
Besuchher locker auf, ihre Wagen künftig im Autohaus von Armin Kuhl zu
kaufen. Der saß derweil mit Ehefrau Heike auf dem Boden direkt vor der
Bühne, denn die Halle war so voll, dass einfach sonst kein Platz für den
Bluesfan war.
Robertson verriet
den Besuchern auch, dass der Auftritt in einer "Garage", wie er die Halle
bezeichnete, etwas Besonderes sei, schließlich habe sein Vater eine
Kfz-Werkstatt betrieben, und deshalb sei dies für ihn "Blues in the Garage"
- eine Aussage, die von den Fans begeistert gefeiert wurde. Das galt auch
für den zwölf Jahre alten Felix, der ebenfalls auf dem Boden vor der Bühne
saß und begeistert mitswingte, sehr zur Freude von Robertson, der immer
wieder auf den jungen Musikfan zukam und es nach einem erfolglosen Versuch
schaffte, den Jungen auf die Bühne zu bekommen und mit ihm gemeinsame
Gitarre zu spielen, was von den Besuchern geradezu enthusiastisch gefeiert
wurde.
Es war einfach ein
toller Abend, und Armin Kuhl wurde nach den letzten Ansagen mit Lob und
Dankesbekundungen der Besucher geradezu überschüttet.
Da kann man sich Robertson uneingeschränkt anschließen: "Thank you, Mr.
Cool."
Als
Erinnerung an diesen unvergesslichen Abend haben wir für Sie noch eine
umfassende
Bildergallerie zusammengestellt!